Besonders interessante Variationen und Abarten dieser Erkrankung sind bei folgendem Schild zu erwarten:
Darauf sollte man gefaßt sein:1. Noch nicht vorne angekommen, beginnen die Autofahrer hektisch zu blinken und auf halber Strecke auf die weiterführende Spur ein zubiegen - was zu einem netten Durcheinander inkl. Verzögerungen auf beiden Spuren kommt.
2. Die Fahrer nutzen die Spur, die auf die weiterführende führt, überhaupt nicht mehr - und der Stau wird ellenlang.
3. Vorne am Ende der Spur angekommen, wird ordnungsgemäß geblinkt und gewartet. Diesmal begehen die Fahrer auf der weiterführenden Spur den Fehler, in dem sie die wartenden Autos nicht gem. Reißverschlußverfahren reinlassen. Und wenn das einmal einreißt, machen viele nachfolgenden Autofahrer das Schema nach.
4. Das Wunder: man wird reingelassen oder glaubt, daß man reingelassen wird, weil der Hintermann langsamer fährt - in Wirklichkeit ist er nur abgelenkt und hupt verärgert, daß man die Dreistigkeit besitzt ordnungsgemäß einzufädeln.
Das ist schon immer recht reizvoll, vor allem, wenn man in gespannter Erwartung ist, welche der obigen Symptome man diesmal aufgetischt bekommt. Aber wenigstens steigen in den seltensten Fällen die Fahrer aus und keifen sich an. Dieses Phänomen kann man aber in unserem Dorf immer mal wieder beobachten. Es gibt dort eine kleine (wirklich mini!) einspurige Brücke, die, um den Verkehr zu regeln, von unten mit folgendem Schild ausgestattet ist.

Für gewöhnlich bedeutet dieses Schild, daß die Fahrer auf der weißen Spur vorrang vor möglichen entgegenkommenden Fahrzeugen beim befahren der Brücke haben (sollten). Was allerdings gerne missinterpretiert wird. Die Fahrer von der roten Spur denken sich immer:
"Ach, wenn ich schon auf der Brücke bin, muß ich nicht mehr zurück fahren, wenn der andere an der Brück ankommt - auch wenn ich ihn schon längst gesehen habe. Ätsch - ich bin schneller."
Und das endet meistens in einem Schnauze-an-Schnauze-stehen der Fahrzeuge und einem gegenseitigen Angekeife der Fahrer - erst innerhalb der Fahrzeuge, dann ausgestiegen und Auge in Auge.
Da möchte man sich fragen, ob der ein oder andere nicht noch mal den Führerschein machen sollten - oder zumindest Beruhigungstee vor Fahrtantritt trinken sollten, um nicht in Rage zu verfallen. Aber vielleicht haben die Herrschaften auch nur nach folgender Tabelle ihreFührerscheinprüfung abgelegt. Mit 2,0 Promille.

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