28. Juni 2011

Wie gut es uns doch eigentlich geht...

...macht man sich leider viel zu selten bewußt. Oft sind es erst traurige oder schockierende Nachrichten, die uns vor Augen halten, wie gut wir es doch eigentlich haben... Daß wir uns haben, ein Dach über dem Kopf, schöne Hobbies, ein Auto, genügend zu Essen, einen festen Job, eine gute Gesundheit und viele Freunde... Aber all das tritt im Alltag nicht so hervor. Erst wenn wir auf die harte Tour erinnert werden.

Wie komme ich darauf... Genau so eine Nachricht hat mich eben von den Füßen gehauen. Eine eMail flattert rein mit dem Betreff "mal melden". Was habe ich von der Mail erwartet? Vermutlich die Lebhaftigkeit, die man mit der Person verbindet, den Witz und Humor, über den man gemeinsam gelacht hat, das Wirbelige, das uns immer zum schmunzeln gebracht hat. Aber anstatt so einer Nachricht erfahre ich, daß eine Freundin von uns schwer krank ist.

Und alles ist mit einem Mal anders. Man wird sich unsicher, wie man auf so eine Mail antworten soll. Was man schreiben darf und was nicht. Und gut gemeinte Worte klingen wie eine abgedroschene Metapher. Man stößt an seine Grenzen allein dadurch, daß man etwas Aufbauendes sagen möchte.

Aber vielleicht sollte man einfach das tun, was sich von Innen heraus richtig anfühlt. Und hoffen, daß unsere Freundin bald wieder gesund wird.

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