Es sind nur noch 5 Tage bis Heilig Abend, die Stadt ist voll von Semi-Last-Minute-Shoppern, Kinder quängeln, wenn es über den Weihnachtsmarkt geht und Autofahrer fahren aggressiver den je. Aber ob man DAS als Vorweihnachtsstressreaktion ansehen kann und sollte ist fraglich.
Gegenüber unserem Büro gibt es neben einem Bäcker, einem Weltladen, einen Elektriker und einen hochpreisigen Lederbekleidungsladen. Und um genau diesen Lederbekleidungsladen geht es in diesem Blogbeitrag.
Gestern: Der DHL-Bote bringt uns Päckchen vorbei und ist kurz darauf schon wieder verschwunden. 10 Minuten später hat ein Polizeiauto auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehalten und die beiden Beamten sprechen mit dem DHL-Boten, der wiederum eine tretende Geste wiedergibt. Immer wieder geht die Polizei in den Laden, diskutiert, diskutiert wieder mit dem Boten. Alles in allem dauert das ganze so ca 30 Minuten.
Um was es dabei ging wurde uns erst heute ersichtlich:
Der DHL-Bote hat auftragsgemäß ein Paket abgeliefert, das allerdings einen Transportschaden aufwies. Da es wohl nicht das erste Paket mit Schaden gewesen ist, das angeliefert wurde, wurde der DHL-Bote vom Inhaber beschuldigt eine 900 Euro teure Lederhose aus dem Paket gestohlen zu haben und mit einem Tritt in den Allerwertesten, der mit Sicherheit nicht sehr sanft war, aus dem Laden befördert.
Folglich kann man jetzt auch die Anwesenheit der Polizei nachvollziehen und die daraus resultierende Anzeige.
Natürlich ist der Inhaber sauer gewesen ist, daß die von ihm bestellte Ware abhanden gekommen ist. Aber man kann einen DHL Boten doch nicht einfach als Dieb beschuldigen? Das Paket kann überall Schaden genommen haben. Außerdem ist eine normale Paketsendung bis 500 € versichert, so daß man über DHL die Ware ersetzt bekommen könnte. Und auch der Lieferant hat sicherlich für solche Vorkommnisse eine eigene Versicherung abgeschlossen. Warum also derart überkochen und das Problem in einem tätlichen Angriff enden lassen?
Auch wenn bald Weihnachten ist, sollte man sich nicht derart stressen und reizen lassen, das so etwas wie gestern dabei herauskommt.
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